2020-08-14    
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Kiadja:
Magyar Jazzkutatási Társaság
1023 Budapest, Lukács utca 4.
Főszerkesztő:
Simon Géza Gábor
06-30/736-3358

Alapítva: 1995. január

2011 mérleg és közhasznúsági jelentés:
2011_merleg_khjel.pdf

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1998-01-01 • Pepsch Muska
Szabados/Mitchell: Jelenés (Revelation)

Szabados/Mitchell: Jelenés (Revelation). Fonó FA-038-2

Szabados György (p, voc, ld), Roscoe Mitchell (as), Dresch „Dudás” Mihály (ts, ss, bcl), Kovács Ferenc (tp, viol), Benkő Róbert (b), Baló István (dr, perc), Geröly Tamás (dr, perc)

Motiv/Revelation/Free Music In Honour of The Art Ensemble of Chicago

1996. oktober 7.

"Wozu in die Ferne schweifen, sieh', das Gute liegt so nah!" Anders ausgedrückt: „Richtet eure Augen nicht immer über den grossen Teich, hier bei uns passiert in punkto interessanter Musik jede Menge. Und nicht nur bei uns in Österreich, sondern auch in den Nachbarländern.”

Auf der ungarischen Szene tummeln sich eine Reihe interessanter Musiker, zu denen auch der Pianist und Komponist György Szabadis gehört. Doch auch er hat seine Augen über den grossen teich geworfen. In Szabados’ Fall soll dies aber nicht als Negativum gewertet werden. Er hat sich zwar Anregungen geholt, doch ist er weit davon entfernt, amerikanische Vorbilder (so es die für ihn gibt) zu imitieren. Zu eigenständig ist seine Musik, in der neben Improvisation und (anderen) Jazzelementen auch die europäische (vor allem die ungarische) Konzertmusik und ganz besonders natürlich die Volksmusik seiner Heimat eine gewichtige Rolle spielen.

Vor vielen Jahren nahm Szabados eine LP mit Anthony Braxton auf und auch auf der vorliegenden CD ist mit Roscoe Mitchell ein Musiker vertreten, de aus der Chicagoer AACM hervorgegangen ist. Anders als in vielen anderen europäischen Bands, in denen der „amerikanische Gast” ein paar „lustlose” Soli bläst und nur dazu dient, mit seinem Namen die Gruppe aufzuwerten, integriert sich Mitchell voll in das Ensemble.

Das gemeinsame musizieren steht dann auch im Vordergrund, obwohl natürlich auch eine Reihe ausgezeichneter Solodarbietungen zu hören sind. Doch der Gruppendynamische Prozess ist es, der die Musik auf „Revelatin” interessant, spannend und überaus hörenswert macht.

JazzLive Nr. 121/98, p.57